WAS IST GFK

Foto Marshall RosenbergDr. Marshall B. Rosenberg


Die Gewaltfreie Kommunikation (GfK) ist in erster Linie eine innere Haltung aus Achtsamkeit, Respekt und Einfühlungsvermögen. Der Ansatz wurde durch Marshall Rosenberg begründet und basiert auf einem ganzheitlichen und positiven Menschenbild.
Methodisch stehen das Erspüren und Ausdrücken der eigenen Gefühle und Bedürfnisse in Verbindung mit einer konkreten Bitte im Zentrum. Ebenso wichtig ist die sensible, empathische Wahrnehmung und Berücksichtigung der Gefühle und Bedürfnisse der Anderen.

Die Absicht der Gewaltfreien Kommunikation ist es, unsere Verbindungen so zu gestalten, dass wir unsere jeweiligen Bedürfnisse verstehen und schätzen und gemeinsam Wege finden, wie wir sie einvernehmlich erfüllen können. Das gilt auch und besonders im Konfliktfall.
Dr. Marshall B. Rosenberg

Der Begründer der „Nonviolent Communication“ (Gewaltfreien Kommunikation) wurde am 6. Oktober 1934 geboren. Im Alter von sieben Jahren war er Zeuge von Rassenunruhen im amerikanischen Detroit. Auch vor dem Hintergrund dieser frühen Erfahrungen entschied er sich, Psychologie zu studieren. Ein wichtiges Motiv war sein Wunsch herauszufinden, wo die Gewalt zwischen Menschen herrührt und was dazu beitragen könnte, sie aufzulösen.

Er war ein Schüler des berühmten amerikanischen Psychologen Carl Rogers und machte 1961 seinen Doktor in Klinischer Psychologie. Nachdem er einige Jahre als Therapeut gearbeitet hatte, konzentrierte er sich immer stärker auf Kommunikationstraining und Konfliktmoderation und gründete schließlich das „Center for Nonviolent Communication“ (CNVC).

In den vergangenen 50 Jahren bot er Kommunikationstrainings in über 60 Ländern an und schlichtete Konflikte. Dazu gehörten Friedensgespräche u.a. zwischen verfeindeten Bevölkerungsgruppen in Nigeria und zwischen Israelis und Palästinensern ebenso wie Auseinandersetzungen in Schulen oder zwischen Straßengangs und Behörden sowie Trainings in Unternehmen, sozialen Einrichtungen oder für die Öffentlichkeit.

Mittlerweile wird die Gewaltfreie Kommunikation weltweit gelehrt. Dabei geht es darum, das alte Konzept von „Richtig“ und „Falsch“, „Gut“ und „Böse“ zu verlassen und stattdessen zu einer Sprache der erfüllten oder unerfüllten Bedürfnisse zu finden. Es geht, wie gesagt, darum, aus einer Haltung heraus zu kommunizieren, die Selbstverantwortung und Verbindung zum Ziel hat.

Marshall Rosenberg hat in seinen Trainings gerne Handpuppen von Wolf und Giraffe verwendet, um zu veranschaulichen, wie unterschiedlich es sich anhört, wenn wir vom Kopf her sprechen und dabei unsere Urteile, Meinungen, Forderungen und Drohungen kundtun oder wenn wir vom Herzen her sprechen und uns mit unseren Bedürfnissen und denen unseres Gegenübers verbinden. So wurde der Wolf (ursprünglich der Schakal) zum Symol für eine Sprache der Dominanz und die Giraffe das Symboltier der Gewaltfreien Kommunikation (sie ist das Landtier mit dem größten Herzen im Verhältnis zum Körpergewicht, sie hat keine natürlichen Feinde, hat einen guten Überblick - und sie hat das größte "Kommunikations-Chakra" von allen Lebewesen - das Hals-Chakra ;-))

simran und marshall rosenbergSimran K. Wester und Marshall Rosenberg

giraffen 6